KWV-Regionalkonferenzen: Diakonie geschicht im Alltag

Veröffentlicht am 27.03.2013

Die Regionalkonferenzen des Kaiserswerther Verbandes diskutierten in Witten, Hannover, Berlin/Teltow und Frankfurt/Main ein Thesenpapier zu Aspekten einer Kaiserswerther Unternehmenskultur.

„Diakonie geschieht im Alltag“ lautet der Titel des Thesenpapiers „Aspekte einer Kaiserswerther Unternehmenskultur“ des Kaiserswerther Verbandes KWV. Das Papier stellte das Jahresthema der diesjährigen KWV-Regionalkonferenzen in Witten (Westkonferenz), Hannover (Nordkonferenz), Berlin/Teltow (Ostkonferenz) und Frankfurt/Main (Südkonferenz).

„Kern der Kaiserswerther Unternehmenskultur ist eine nüchterne, am Tun orientierte Frömmigkeit, die zu einem Leben der Tat anleitet“, heißt es in den von Vorsteher Dr. Werner Schwartz erarbeiteten Thesen. „Typisch Kaiserswerth ist es, dass der Fokus auf der sozialen Arbeit liegt, dass wirkungskräftig Geschichte erinnert und vom Glauben erzählt wird, dass es Rituale gibt, die das Leben und die Arbeit prägen, dass die Identität durch den Bezug auf die Tradition gesichert wird“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzender des KWV und Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim.

Für eine Reflektion des Thesenpapiers konnten die Schweizer Theologen Pfr. Dr. Heinz Rüegger und Pfr. Dr. Christoph Sigrist gewonnen werden. Mit ihrem Buch „Diakonie – eine Einführung. Zur theologischen Begründung helfenden Handelns“ weisen sie darauf hin, dass „Helfen zwar konstitutiv christlich, aber nicht exklusiv christlich“ ist. Helfen, solidarisches Handeln und Empathie seien allgemein-menschliche, nicht spezifisch christliche Fähigkeiten: „Christen helfen nicht besser und meist auch nicht anders als Nicht-Christen“, so Rüegger und Sigrist. Sowohl das Thesenpapier von Herrn Dr. Schwartz als auch die Kommentare der beiden Buchautoren wurden lebhaft diskutiert.

Andreas Schlamm und Pfr. Ulrich Laepple stellten das Projekt „Erwachsen glauben und diakonisch Handeln – Weitergabe des Glaubens in der Diakonie“ der Diakonie Deutschland vor, in das bereits einige KWV-Mitgliedshäuser involviert sind. Das Projekt versteht sich als Beitrag zur diakonischen Profilbildung und möchte zur Durchführung von Kursen zum Glauben in den Einrichtungen und Diensten vor Ort einladen. Für den Sommer 2013 ist die Veröffentlichung des Handbuchs „Diakonisch Handeln – Erwachsen glauben – Stärkung diakonischer Identität durch Bildung“ geplant.

Die Westkonferenz, die am 11. und 12. März im Mutterhaus des Diakoniewerkes Ruhr Witten tagte, wählte zudem Pfr. Jörg Hohlweger, Theologischer Vorstand der Bergischen Diakonie Aprath, zum stellvertretenden Westkonferenzvorsitzenden. Dieses Amt hatte bislang Ltd. Sr. Anke Frickmann aus der Stiftung Sarepta inne, die nun, zunächst für ein Jahr, den Vorsitz der Westkonferenz übernimmt. Pfr. Klaus Riesenbeck, Theologischer Vorstand der Kaiserswerther Diakonie, wurde als Delegierter in das Präsidium der Kaiserswerther Generalkonferenz entsandt. Auch die Ostkonferenz, die am 18. und 19. März im Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin stattfand, wählte mit Pastorin Gabriele Phieler, Oberin der Ev. Luth. Diakonissenhaus Stiftung in Eisenach, ein neues Mitglied in das Präsidium der Kaiserswerther Generalkonferenz.

Die weiteren Regionalkonferenzen 2013 tagten am 14. und 15. März im Ev.-Luth. Diakonissenmutterhaus Henriettenstiftung in Hannover (Nordkonferenz) und am 20. und 21. März im Frankfurter Diakonissenhaus in Frankfurt am Main (Südkonferenz).

2014 finden die Regionalkonferenzen wie folgt statt:
Südkonferenz: 12./13. März 2014 bei den Diakonissen Speyer-Mannheim, Speyer
Westkonferenz: 17./18. März 2014 in der Kaiserswerther Diakonie, Düsseldorf
Nordkonferenz: 20./21. März 2014 in der Stiftung Diakoniewerk Kropp
Ostkonferenz: 24./25. März 2014 in der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Dresden

Der Kaiserswerther Verband (KWV) steht für die Wahrnehmung diakonischer Aufgaben in der evangelischen Kirche in der Tradition der Mutterhausdiakonie Kaiserswerther Prägung. Er vertritt Diakonie in der besonderen Form als Diakonie in Gemeinschaft. Seit über 90 Jahren ist der KWV ein Netzwerk der diakonischen Kompetenz und der christlichen Nächstenliebe. Er ermöglicht den Mitgliedern einen christlich orientierten Werteaustausch, vertritt die Mitglieder in unterschiedlichen politischen, kirchlichen und diakonischen Ebenen und unterstützt die Mitglieder in ihrer Vernetzung. Der KWV verbindet über 70 diakonische Gemeinschaften und Werke in Deutschland.

Berlin/Bern, den 27. März 2013

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