Mitgliederversammlung 2025: Drei neue Mitgliedsunternehmen, Vorstand ergänzt

Veröffentlicht am 25.09.2025

Der Kaiserswerther Verband (KWV) blickt auf eine gelungene Mitgliederversammlung in Berlin zurück. Im Mittelpunkt standen Berichte aus Vorstand und Geschäftsstelle, der kollegiale Austausch im Netzwerk sowie Weichenstellungen für die weitere Verbandsarbeit.

Politischer Impuls

Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion, brachte als Bundestagsabgeordnete und frühere Führungskraft in Krankenversicherung und Pflegeheimleitung praxisnahe und politisch verantwortliche Perspektiven ein. Sie skizzierte aktuelle Herausforderungen – von der Ambulantisierung im Gesundheitswesen und Pflege über eine stärkere Rolle der Hausärztinnen und Hausärzte bis hin zu notwendigen Digitalisierung und KI, insbesondere der elektronischen Patientenakte mit unbefriedigenden Fragen zu Datenschutz, Vernetzung und Finanzierung. Ein zentrales Anliegen war ihr zudem die Prävention, die in Deutschland bisher zu kurz kommt. An den Impuls schloss sich ein intensiver und konstruktiver Austausch mit den Teilnehmenden der Mitgliederversammlung an.

Drei neue Mitgliedseinrichtungen

Die Mitgliederversammlung hat die Aufnahme dreier diakonischer Träger beschlossen:

  • Diakonie Michaelshoven (Köln): Der größte diakonische Träger im Kölner Raum begleitet seit 1950 Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Rund 2.800 Hauptamtliche und 650 Ehrenamtliche arbeiten in über 200 Einrichtungen, u. a. in Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Seniorenarbeit und beruflicher Rehabilitation.
  • Evangelischer Verein für Innere Mission Frankfurt am Main: Mit rund 1.200 Mitarbeitenden ist die Innere Mission seit ihrer Gründung 1850 ein prägender Träger in Frankfurt und der Region. Er bietet Altenhilfe, Pflege, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie spezialisierte Beratungsangebote an.
  • Diakonie im Kirchenkreis Halle/Westf.: Mehr als 530 Mitarbeitende engagieren sich hier in Pflege, Betreuung und Beratung – von Diakoniestationen und Tagespflege über Wohngemeinschaften bis zu vielfältigen Beratungsstellen.

Nachwahlen in den Vorstand

Die Mitgliederversammlung wählte zwei bereits berufene Mitglieder nun offiziell in den Vorstand nach:

  • Christian Schultz, Kaufmännischer Vorstand und Geschäftsführer der Diakonie Stiftung Salem gGmbH in Minden
  • Sven Roßmann, Vorstandsvorsitzender und Personalvorstand der Stiftung Diakoniewerk Kropp

Sie übernehmen die Plätze von Lutz Ausserfeld (Evang. Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin) und Dr. Dietmar Kauderer (Diakonissen Speyer), die in den Ruhestand bzw. aus ihrem Amt ausgeschieden sind.

Beide neuen Vorstandsmitglieder sind seit Langem in der Verbandsarbeit engagiert: Christian Schultz leitet den Rechts- und Wirtschaftsausschuss (RWA), Sven Roßmann ist dessen stellvertretender Vorsitzender.

Der Vorstand kann die beiden freigewordenen Sitze mit zwei weiteren berufenen Vorstandsmitgliedern neu besetzen.

Anpassung der Mitgliedsbeiträge

Die Mitgliederversammlung hat zudem einer Anpassung der Mitgliedsbeiträge zum 1. Januar 2026 zugestimmt. Hintergrund sind die allgemeinen Kostensteigerungen und die notwendige Anpassung an die Inflation – die letzte Erhöhung erfolgte 2020. Um die Arbeit des Verbandes weiterhin auf hohem Niveau fortführen und die Mitglieder wirksam unterstützen zu können, braucht es eine stabile finanzielle Basis. Die Versammlung hat diesen Schritt daher mit breiter Zustimmung getragen.

Berichte und Ausblick

Vorstand und Geschäftsführerin hoben in ihren Berichten die starke Resonanz auf die Leitungs- und Managementtagungen, die Regionalkonferenzen sowie den Ausbau der Verbandskommunikation hervor. Das neue Format „Die TagunG. Diakonie, Theologie und Gemeinschaft“ wird fortgeführt – die nächste Ausgabe ist für März 2026 in Bethel geplant.

Auch die internationalen Begegnungen prägten das Jahr: die Kaiserswerther Generalkonferenz in Dresden sowie die DIAKONIA-Weltkonferenz in Moshi/Tansania boten wichtige Foren für Profilbildung, Partnerschaften und Impulse.

Im Rückblick betonte der Vorstand die Bedeutung eines tragfähigen Netzwerks, in dem sich Mitgliedseinrichtungen gegenseitig unterstützen, begleiten und organisatorische wie geistliche Kraft teilen – von Tagungen über Gremienarbeit bis hin zu kollegialen Besuchen. Diese Verbundenheit trägt spürbar durch herausfordernde Zeiten.

Der Kaiserswerther Verband (KWV) fördert die diakonische Arbeit in der Tradition der Mutterhausdiakonie Kaiserswerther Prägung. Er stärkt die diakonische Identität und entwickelt sie weiter, schafft Räume für Austausch und Gemeinschaft und unterstützt seine Mitglieder in ihrer Vernetzung. Seit über 100 Jahren bildet der KWV ein starkes Netzwerk diakonischer Kompetenz und christlicher Nächstenliebe. Er vertritt die Interessen seiner 73 Diakonieunternehmen und Diakonischen Gemeinschaften in Gesellschaft, Kirche und Diakonie.

Kontakt:
Pfarrerin Susanne Munzert,
Geschäftsführerin des Kaiserswerther Verbandes und Generalsekretärin der Kaiserswerther Generalkonferenz
Landhausstraße 10, 10717 Berlin
Tel.:+49.(0)30.8642.4170
E-mail: verband@kaiserswerther-verband.de

 

Ansprechpartner/in

Pfarrerin Susanne Munzert
Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V.
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10717 Berlin
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Telefon:
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